Muntiak bei Brand getötet

Einwanderer unbekannter Herkunft

Bereits am 11.09.2017 berichteten die Nordbayerischen Nachrichten von dem Vorfall auf der Brander Hauptstraße im Eckentaler Ortsteil Brand. Entgegen der dort genannten Vermutung, dass der getötete Zwerghirsch vor mehr als zwei Jahren aus dem Nürnberger Zoo stammen könnte, berichtete der Revierpächter Sebastian Rehm gegenüber dem Verfasser, dass eine Untersuchung auf Ohrmarkierung und Registrierungs-Chip des Tiers keinen Aufschluss über dessen Herkunft lieferte. Beides war nicht vorhanden. So stellt sich die Frage, woher der Einwanderer ursprünglich gekommen war. Die Heimat der Muntjak liegt, lt. Wikipedia, im ostasiatischen Raum. Jedoch hat der Mensch die Art auch in Texas, auf den Adamanen auf Lombok und in England in die freie Wildbahn entlassen. Mysteriös also der Weg, auf dem das Muntjak zu uns gekommen war, bevor es beim Zusammenprall mit einem Bus schwer verletzt wurde. Die herbeigerufene Polizei trug dann den Fangschuss an. Sebastian Rehm, der ebenso verständigt wurde, staunte nicht schlecht, als er sah, was da durch sein Revier streifte.

Bleibt dies kein Einzelfall, sieht die Naturschutzbehörde lt. einem Positionspapier des Bundesamtes für Naturschutz von 2005, in einem solchen Fall ein Monitoring vor. Als „neu hinzukommende gebietsfremde Art“, sollen Fakten zur Beurteilung hinsichtlich des invasiven Charakters einer Art gesammelt werden. Heißt im Klartext: verdrängt die neue Art heimische Arten führt dies zu „Kontrolle und Bekämpfung im Einzelfall“. Auch wenn das Muntjak nicht dem Jagdrecht unterliegt, wird die Verantwortung dafür sicher auf die Jägerschaft übergehen.

CT

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