Hubertustag 2017

Zu Ehren St. Hubertus

Von der ersten Minute lauschten die Anwesenden gebannt den musikalischen Gästen. Die gute Akustik und das hohe Niveau unserer Bläsertruppe bildeten den perfekten Rahmen für unsere traditionelle Hubertusmesse. In den ausliegenden Begleitinformationen wurden die Besucher über die Hintergründe des Brauchs informiert, am Hubertustag (3. November) oder zur Jagdzeit eine feierliche Messe zu Ehren des Heiligen zu lesen. Etwas anders als im Mittelalter kommen heute die Jäger nicht mehr mit ihrem Jagdgerät zur Messe um den Segen des Priesters zu erhalten. Jedoch ist die feierliche Gestaltung durch die Jäger und deren Segenswünsche für die Arbeit und das Wild geblieben. Daher dankt die Jägervereinigung Erlangen e.V. nochmals der Gemeinde, dem Kirchenvorstand und nicht zuletzt Pfarrer Roy für die Unterstützung diesen Brauch weiter lebendig zu erhalten. In seiner Predigt ging Pfarrer Roy auf die Geschichte des Heiligen Hubertus ein. Er erinnerte an dessen Gottesbegegnung und wie er sein Leben danach neu ausrichtete.

Beim anschließenden Mittagessen im Gasthof Schuh in Kleinseebach erfolgte für unsere Jungjäger des letzten Jahrgangs die Freisprechung. Unsere Vorsitzende und Ausbildungsleiterin Andrea Hornig berichtete von den historischen Hintergründen. Ein Backenstreich des Jagdherrn mit dem Waidblatt beendete die Ausbildung. Begonnen wurde diese mit der Fürsorge für die Jagdhunde, danach erfolgte die Einweisung zu Wild und Waffengebrauch. Am Ende der Lehrzeit wurde der Lehrling zum Jagdburschen befördert und unterstützte seinen Herrn aktiv bei der Jagd. Mit der Aufnahme in die Jägerschaft war auch immer die Ermahnung mit der Schöpfung sensibel umzugehen verbunden. Eine weise Verknüpfung von Verantwortung und Selbstdiziplin.

CT

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